DBW 2015 – Das Ende vom Bänderriss

Hallo Leute,

juhu, ich bin in Urlaub und die Diabetes Blog Woche fängt heute an. Was gibt es besseres als am Tag ein wenig Kultur zu praktizieren, barfuß am Meer entlang zu laufen und am Abend zu posten?

… Kultur?

Zum Beispiel Essen. Ja Essen hat für mich etwas kulturelles.

Es ist die zweite Blog Woche, an der ich teilnehme, und ich danke dem Team, das die Diabetes Blog Woche organisiert hat, für die originellen Themen.

… der Riss

Heute schreibe ich über meinen Diabetes-Moment 2015. Da fällt mir sofort ein Moment ein, den ich lange nicht vergessen werde. Mein Bänderriss. Mein Blutzucker ist danach in die Höhe geschnellt. Ich weiß nicht, ob es der Schreck war oder die Thrombose-Spritzen, die meinen Blutzucker in ungeahnte Höhen schießen ließen. Ich laufe ja gerne, fast täglich ungefähr 15 Km. Das konnte ich nun von einem Tag auf den anderen nicht mehr. Hier bin ich mir sicher, dass dies auch ein Grund war, für den hohen Blutzucker in der ersten Woche. Ich hab meine Basalrate Tag für Tag erhöht. Ich nahm dann fast doppelt so viel Insulin. Und dann ging das ganze wieder rückwärts. Ich konnte die Basalrate wieder senken. Aber darüber wollte ich gar nicht schrieben. Wer meinen Blog kennt, weiß dass ich an der ein oder anderen Stelle schon über meinen Bänderriss gejammert und über den damit verbundenen Blutzucker philosophiert habe.

https://thomas-diabetes-blog.com/2015/08/summer-in-the-city-teil-1/

http://www.blood-sugar-lounge.de/2015/09/in-the-summer-time-mein-sommer-2015/

… alles hat ein Ende, so auch ein Riss

Vielmehr wollt ich vom dem Gegenteil erzählen. Meinem ersten Lauf nach dem Bänderriss, denn auch ein Riss ist irgend wann einmal wieder zusammen gewachsen. Es war ein Volkslauf mit einer Länge von 10 Km. Ich war die Tage davor schon sehr nervös und habe überlegt, ob ich nicht besser mit 5 Km abgefangen hätte. Ich schwankte zwischen „Juhu“ und der Angst, mein Band wieder kaputt zu machen. Ich war sehr oft deswegen bei meinem Doc. Ich glaube am Ende war er schon ein wenig genervt von mir. Am Tag des Laufes selbst, es war der vorletzte Samstag, war ich sehr ruhig. Es hat mir gar nichts wehgetan und ich habe in aller Ruhe meine Sachen gepackt. Um beim Laufen keine Hypo zu bekommen, hatte ich etwa drei Stunden vorher gut gegessen und meinen Essen – Bolus wegen des anstehenden Laufs reduziert, so wie ich das immer gemacht habe. Am Nachmittag um 14:30 Uhr stand ich dann am Start. Mein Blutzucker war kurz vor dem Start bei meinem letzen Messen mit 296 mg/dl recht hoch. Ich denke mein Körper braucht immer noch mehr Insulin durch die lange Sportpause, als vor meinem Bänderrisses. Auf den hohen Wert habe ich mit einer starken Basalraten-Erhöhung um 300% reagiert.

Die ersten 7 Km des Rennens bin ich dann gut mit gekommen und bewegte mich im ersten drittel des Feldes. Dann bin ich aber eingebrochen. Nicht wegen des Dia’s. Nö, mir hat einfach die Kondition gefehlt. Zur Vorbereitung war ich einmal in der freien Natur gelaufen und habe vier mal ein wenig am Cross Trainer geübt. Auch war ich zu dick angezogen. Die Tage vor dem Lauf war es recht kalt. Beim Laufen selbst hab ich mich dann mit dem Wetter total vertan. Ich schwitzt wie noch nie.

… hipp, hipp, hur­ra, das Ziel war da

Ich kam glücklich ins Ziel. Ich habe gemerkt, dass mir die Routine etwas verloren gegangen ist. Trotzdem war ich überglücklich. Irgendwie ist mir auch eine Last von den Schultern gefallen. Mein Blutzucker hatte jetzt im Ziel einen viel angenehmeren Wert von 161 mg/dl angenommen. Dieser Wert hat sozusagen eine Wende eingeleitet. Seit dem Lauf nimmt mein Diabetes wieder angenehme Werte an. Es klappt alles wieder besser. Und wie ich das Laufen vermisst habe.

Zum Schluss bin ganz in der Nähe, am Frankfurter Flughafen, noch etwas essen gegangen. Es war ein unvergesslicher Wendepunkt nach einem jammervollen Sommer.

Viele Grüße Euer

Thomas

#dedoc, #dblog, #DBW2015, #Diabetes

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