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Mein Diabetes und die Kultur

Hallo Leute,

in den letzten Wochen waren ja viele Feiertage. Eine ideale Zeit für einen kleinen kurzen Urlaub übers verlängerte Wochenende. Und genau so etwas hab ich gemacht und meine Familie und mein Diabetes kamen natürlich auch mit. Mit dem Diabetes hab ich dann auch so meine Sachen erlebt. Außerdem geht es heute um Kultur, die hat mein Diabetes bei meinem Kurztrip nämlich kennengelernt und umgekehrt, die Kultur hat ihn natürlich auch kennen gelernt. Eine Begegnung der besonderen Art. Und überraschende Hilfe hat er obendrein erhalten.

Ich liebe Urlaub, einfach ein paar Sachen einpacken und weg düsen, ob weit oder nah, ganz egal Hauptsache mal raus. Ein schöner Urlaub besteht bei mir aus viel Natur, Meer oder Bergen. Aber auch auf dem Land dazwischen kann man ganz gut entspannen. Im Urlaub beschäftige ich mich dann auch mit Dingen wie Laufen, Wandern, ein wenig Klettern, so sieht ein perfekter Urlaub für mich aus. Ja gut ein bisschen Kultur darf dabei sein, in kleinen Portionen soll diese ja auch nicht schädlich sein, es darf nur nicht zu viel werden. Dafür ist neben der Natur auch eine größere Stadt in der Nähe ganz sinnvoll. Zur Kultur gehört natürlich auch das Essen und Essen gehen und komische Sachen ausprobieren, die man sonst nicht essen würde.

Da ich nur sehr wenig Spielraum für meinen Urlaub hatte, nämlich von Freitag Mittag bis Sonntag Abend, ging es nicht weit weg. Das Meer kam nicht in Frage. Das lohnt sich nicht für einen zweieinhalb Tage Trip hoch ans Meer zu fahren. Ich habe dann am Freitag Mittag spontan beschlossen ganz in den Westen zufahren.

Ich bin viel in der Natur gewesen und die frische unverbrauchte Luft dort hat meinen Blutzucker ein paar mal ganz schön nach unten gehen lasse. Am Samstag am frühen Morgen bin ich ein wenig über die Felder und durch einen Wald gelaufen. Am Nachmittag wollten wir in die nächste Stadt fahren, der Kultur wegen und dann auch Essen gehen. Dort angekommen sind wir ein wenig durch die Fußgängerzone gelaufen und sehr schnell stand ein ganz großes Gebäude vor uns, perfekt für unser Kulturvorhaben. Es war ein Dom. Den wollten wir nun besichtigen. Drinnen war dieser überraschender Weiße sehr hell. Ich merkte dass ich eine sehr starke Hypo bekam und setzte mich auf dem Boden, mein Blutzucker Wert war 1.6 mmol/l (= 29 mg/dl). Ups, doch recht tief. Also fing ich an meine Traubenzucker Stückchen auszupacken und zu essen.

Kaum angefangen stand auch schon ein strenger Mann vor mir und machte mich aufmerksam, dass man in der Kirche nicht essen darf, wie es auf dem Schild steht. Er zeige über mich und, oh ja, da hing ein Schild Essen verboten und bei meinem Geschick hab ich mich auch genau unter das Schild hingesetzt. Ich stammelte etwas davon, dass ich Diabetiker bin und der Mann ging zügigen Schrittes weg. Bevor ich nachdenken konnte was ich jetzt machen soll, stand er auch schon vor mir mit einem dicken Wurstbrot, einer dreiviertel Tafel Schokolade und einer Capri Sonne. Ich hab mit meinem Heißhunger alles verschlungen und es fühlte sich gut an. Langsam merkte ich das mein Wert wieder stieg. Ich sammelte meinen Müll auf und der Mann war ganz unbemerkt längst verschwunden. Bei diesem netten Menschen möchte ich mich hier noch einmal für seine Hilfe bedanken. Er schien sich doch mit Diabetes ausgekannt zu haben. Vielleicht liest er ja meinen Post und freut sich.

Und mein Diabetes, er hat sich ganz schön angestellt als es um Kultur ging und ist einfach untergetaucht. Von der Kultur hab ich dann auch nicht mehr viel mitbekommen.

Das war nicht die einzige Hypo, die ich hatte. Schon am nächsten Tag hatte ich wieder eine. Der Grund dafür war jedoch äußerst kurios. Aber das erzähle ich Euch in meinem nächsten Beitrag.

… Fortsetzung folgt.

Viele Grüße Euer Thomas

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1 Response

  1. 13. Juni 2015

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