Hilfe ich hab ein Diabetes Blog

Hallo Leute,

okay, ich habe jetzt einen Blog. Was mach ich nun. Am besten mal ein paar Fotos.

Okay, well done. Dann fang ich mal an meinen ersten Post zu schreiben, bevor der Kaffe kalt ist.

… Hilfe ich hab ein Diabetes Blog!

Hilfe! Eigentlich wollte ich ja nie und nimmer einen eigenen Diabetes Blog haben. Komisch, jetzt ist er fertig und dann auch noch so persönlich und geht über das alles, über das ich nie sprechen wollte.

Es fing damit an, dass ich eine Homepage mit vielen meiner Basteleien hatte. Sie war aber ungepflegt und seit Jahren habe ich da nichts dran geändert oder aktualisiert. Ich habe sie gelöscht und wollte einen Blog daraus machen für technische Sachen und jetzt ist ein Blog über mein Leben mit Diabetes daraus geworden.

Komischer weise steht bisher noch gar nichts in meinem Blog außer einem Bild und ein Hintergrund und trotzdem werde ich schon angeklickt. Gut, schreib ich halt mal was.

… am besten stell ich mich Euch mal vor:

Als ich vier Jahre alt wurde bekam ich als Geschenk fürs Leben, mein Diabetes, ganz alleine für mich. Ein schicker Typ 1 Dia eben. Ich musste ihn auch nicht teilen, weder mit meinen Geschwistern noch mit meinen Freunden. Und stellt Euch vor, es wollte ihn auch keiner haben. Als erstes lernte ich all die vielen bösen Sachen kennen, wie Schokolade, Zucker und all den Süßkram. Ihr müsst Euch vorstellen, das ist jetzt vier Jahrzehnte her und die ICT gab es damals noch nicht. Nur feste Essenspläne. Und da man am Morgen für den ganzen Tag alles auf einmal gespritzt hatte, Basalrate und Bolus für drei Frühstücke, Mittagessen und Zwischenmahlzeit am Nachmittag, hat Süßkram genauso gestört, wie Bewegung. Man konnte wirklich schnell ’ne richtige Hypo bekommen, wenn man mal ein Essen vergessen hat. Nichtsdestotrotz war ich als Kind immer sehr gut eingestellt. Machte zwar kein Schulsport mit, auch keine Klassenfahren, und sonst auch nichts, dafür war mein Blutzucker perfekt. Irgend wann mit vierzehn wollt ich jedoch auch wieder ganz „normal“ sein und das war nicht so ganz zur Freude meines Doc’s. Ich wollte alles machen, was nicht Diabetiker auch so machen können. So begann ich zu laufen. Und ja es ging, sogar sehr weit und irgend wann erreichte ich 42 km. Dann fing ich an zu studieren. Ein schweres Fach Elektrotechnik, und ja auch das ging. Und dann arbeitete ich 3 Jahre im Ausland, und Ihr glaubt es nicht, auch das klappte. Ich habe eine Familie gegründet und war in Elternzeit, und mein Diabetes, dem habe ich sein Mitspracherecht entzogen. Immer, wenn ich etwas „normales“ erreichen wollte, habe ich ihn klein gehalten und dann läuft es auch für ihn am besten. Und so kämpfe ich bis heute mit ihm, mal gewinne ich, mal er. Er hat auch Angst davor, dass ich mit anderen Diabetikern zu viel erzähle, auch das macht ihn kein und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich jetzt plötzlich einen Diabetes Blog habe.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung von einem Blog. Ich kann Eure Hilfe und Tipps gut gebrauchen.

Euer Thomas

… na ging doch.

Und jetzt bin ich stolz auf meinen ersten Post, aber Eure Hilfe brauche ich schon noch.

thomas

Comments
  1. die bilder sollten zu dem Thema passen. Fotographiere Bücher für einen Bücher Blog, Natur und Städte bei einem Reiseblog und „den Diabetes“ für einen Diabetes Blog. Sonst irritierst du den Leser….
    Mimi von https://mimisleseecke.wordpress.com

    Antworten
    • Hallo Mimi,

      ja und nein. Es stimmt, die letzte Blog Parade viel genau in meinen Urlaub, und da ich wenig Zeit hatte und auch meinen Computer mit Gimp nicht zur Hand war, habe ich Urlaubsfotos dazu gestellt. Das betrifft, glaube ich, drei oder vier Posts. Ich finde das aber nicht schlimm. In den Posts habe ich immer erwähnt, was ich gerade im Urlaub mache. Mein Diabetes Blog ist ein persönlicher Blog, so dass ich es nicht als störend empfinde, auch of topic zu werden und anfange über andere Dinge zu posten. Damit das aber nicht überhand nimmt, hab ich einen zweiten Blog, Thomas‘ colorful blog, eingerichtet. Dort kommen seit kurzem die Themen, die gar nichts mehr den Diabetes zum Inhalt haben, hinein. Ein klein wenig kreatives Durcheinander finde ich ganz okay. Danke für Deinen Kommentar und Deine Anregung. Einen interessanten Blog hast Du.

      Viele Grüße Thomas

      Antworten

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